Unterstützung für Flüchtlingsinitiativen in Oberhausen

„Als erstes möchte ich ihnen herzlich für ihr Engagement für Flüchtlinge danken“, begrüßte Apostolos Tsalastras die in der Flüchtlingshilfe aktiven Ehrenamtlichen in den Räumen von Armina Klosterhardt. „Es ist eine große Aufgabe den Menschen, die ihre Heimat verlassen müssen, hier in Oberhausen eine Zukunft zu geben.“

Tsalastras berichtete er über seinen Besuch im Samse-Haus, in dem die Initiative „Ich bin da“ Hausrat und Kleidung für Flüchtlinge sammelt. „Ein tolles Beispiel für das vielfältige Engagement vor Ort.“
Apostolos Tsalastras hatte zu dem Gespräch eingeladen, um aus erster Hand zu erfahren, wie das ehrenamtliche Engagement für Flüchtlinge besser unterstützt werden kann und erhielt von den anwesenden Initiativen dazu zahlreiche Hinweise.

FlüchtlingshilfeFast alle sprachen Raumprobleme an. Es würden zusätzliche Räume benötigt, um Material für Flüchtlinge zu lagern, erläuterte Sabine Köther für die Initiative „Ich bin da“. Ein weiteres Problem sei der Transport, insbesondere von Möbeln, so Lühr Koch von „Bunter Oberhausener Norden“. Klaus Roll von „Willkommen in Oberhausen“ regte an, Fortbildungen für die ehrenamtlich Aktiven anzubieten, um sie bei ihrer Arbeit zu unterstützen.

Apostolos Tsalastras kündigte an, die Anregungen aufzugreifen. „Wir werden über die VHS Fortbildungsangebote auf den Weg bringen und eine Unterstützung bei den Transporten organisieren.“ Schwieriger sei das Raumproblem zu lösen, da zunächst die menschenwürdige Unterbringung von Flüchtlingen Vorrang habe. „Ich kann Ihnen nicht versprechen, dass wir für alle angesprochenen Raumprobleme eine schnelle Lösung finden werden. Ich sichere Ihnen aber zu, dass wir bei den weiteren Planungen für städtische Räume dieses Thema vorrangig berücksichtigen werden“, so Apostolos Tsalastras.

Konkret kündigte er an, als Kulturdezernent das Gespräch mit den Kulturinstituten zu suchen und zu klären, ob hier Räume zur Verfügung gestellt werden können. Ein Beispiel hierfür könnten Räume in der ehemaligen Hauptschule Lirich sein, die von der VHS genutzt werden.

In der weiteren Diskussion wurde festgehalten, dass die gute Zusammenarbeit zwischen Initiativen und Stadt weiter intensiviert werden soll. „Wir müssen uns noch besser vernetzen“, so Holger Füngerlings von „terre des hommes“.

Ellen Diedrich forderte, die Flüchtlinge besser einzubinden und ihre Potentiale mehr zu nutzen. Dies sei ein wichtiger Ansatz der künftig verstärkt im Fokus stehen müsse. „Ziel muss es sein, in Zukunft die Potenziale der Flüchtlinge zu erfassen und ihnen die Möglichkeit zu geben, diese einzusetzen“, unterstützte Apostolos Tsalastras diese Forderung und kündigte an, zu einem Folgetreffen einzuladen, um über den Umsetzungsstand der Anregungen zu berichten.