Oberhausen verringert seine Schuldenlast

Zum ersten Mal seit 25 Jahren hat die Stadt Oberhausen weniger Schulden als im Jahr zuvor. Dies ergibt sich aus dem vorläufigen Jahresabschluss 2017, den Stadtkämmerer Apostolos Tsalastras jetzt vorlegte.

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Bei einem ausgeglichenen Haushalt konnte die Schuldenlast um 12 Millionen Euro verringert werden. Betrug der Schuldenstand 2016 noch 1,919 Milliarden Euro, so lag er Ende 2017 bei 1,907 Milliarden Euro. „Diese positive Entwicklung ist aber nur tragfähig, wenn Bund und Land deutlich mehr Kosten für die Sozialausgaben übernehmen“, fordert Tsalastras. Dringender denn je sei auch eine Regelung der Altschulden, um die Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse auf Dauer sicherstellen zu können. Nicht zuletzt verlangt der Kämmerer für Entscheidungen des Bundes das Konnexitätsprinzip: „Wer die Musik bestellt, muss sie auch bezahlen.“

Das vorläufige Jahresergebnis 2017 beläuft sich auf plus 1,8 Millionen Euro. Es liegt damit um 200.000 Euro über dem Haushaltsplan. Die Erträge betragen 807,7 Millionen Euro und damit 17,6 Millionen Euro mehr als im Haushaltsplan. Der Mehrertrag ist allerdings größtenteils auf nicht erwartete Einmaleffekte wie beispielsweise eine Sonderausschüttung des Landschaftsverbands Rheinland in Höhe von 6,3 Millionen Euro zurückzuführen. Mit diesen zusätzlichen Erträgen kann für 2018 nicht gerechnet werden.