Langzeitarbeitslosigkeit in Oberhausen zurückdrängen

„Wir brauchen Erfolge, um von der hohen Langzeitarbeitslosigkeit wegzukommen“, schilderte Apostolos Tsalastras der Vorsitzenden des Bundestagsausschusses für Arbeit und Soziales, Kerstin Griese, die Lage in Oberhausen. Griese war auf Einladung von AWO-Geschäftsführer Jochen Kamps ins Ruhrgebiet gekommen, um aus der Praxis zu erfahren, welche Auswirkungen die im Bundestag beschlossenen Maßnahmen haben.

Christiane Artz, stellvertretende Leiterin der örtlichen Arbeitsagentur, Jobcenter-Chefin Annette Gleibs sowie Vertreterinnen und Vertreter von Ruhrwerkstatt, Kurbel, Starthilfe, ZAQ und AWO erläuterten aus unterschiedlichen Blickwinkeln die Probleme der Erwerbslosigkeit in Oberhausen. „Viele Anregungen, etwa zu Entbürokratisierung der Programme, werde ich nach Berlin mitnehmen und mit Arbeitsministerin Andrea Nahles besprechen“, versprach die SPD-Abgeordnete Kerstin Griese.

Aus der Sicht der Stadt betonte Apostolos Tsalastras, dass es unerlässlich sei, die Langzeitarbeitslosigkeit sowohl aus politischen als auch aus finanziellen Gründen zurückzudrängen. Maßnahmen zur öffentlichen Beschäftigung, zur besseren Integration von Menschen in das Arbeitsleben und insbesondere zur Bekämpfung von Jugendarbeitslosigkeit genießen deshalb eine sehr hohe Priorität bei Tsalastras. „Jugendarbeitslosigkeit zu bekämpfen bedeutet, den Einstieg in die Langzeitarbeitslosigkeit zu verhindern.“

Die Gesprächsteilnehmerinnen und -teilnehmer waren sich weiterhin darüber einig, dass Bund und Land mehr für die Integration von Flüchtlingen unternehmen müssen. Hier sollen gemeinsame Anstrengungen aller Partner erfolgen, hieß es in der Gesprächsrunde. „Wichtig ist, dass Apostolos Tsalastras seine Kontakte nach Berlin weiter nutzt“, bedankte sich Jochen Kamps dafür, dass dieser den Besuch Kerstin Grieses in Oberhausen in die Wege geleitet hatte.