Kein Platz für den rechtsextremen Mob

Für Rechtsextremisten gebe es in Oberhausen keinen Platz, stellte Apostolos Tsalastras bei einem Besuch der Flüchtlingsunterkunft Stötznerschule klar. Dort wurden in der Nacht zuvor ein Dutzend rechtsextreme Randalierer von der Polizei in Gewahrsam genommen.

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Oberbürgermeister Klaus Wehling und der Erste Beigeordnete Apostolos Tsalastras zeigten sich entsetzt. „Wir sind tief betroffen und schämen uns für die nächtliche Zusammenrottung von Randalierern vor der Stötznerschule.“ Beide dankten der Polizei für ihr schnelles und entschlossenes Einschreiten, sowie den aufmerksamen Bürgern, deren Hinweise dazu beitrugen, dem braunen Spuk ein schnelles Ende zu bereiten.

„Die Botschaft dieser Nacht an alle Fremdenfeindlichen und Verblendeten muss lauten: Oberhausen ist hellwach“, heißt es in der Erklärung der Stadtspitze. „Oberhausen ist aufmerksam. Und Oberhausen ist offen, tolerant und solidarisch. Bei allen Herausforderungen und manchmal auch Belastungen, vor die uns der anhaltende Zustrom von Flüchtlingen auch in Oberhausen stellt: In unserer Stadt ist kein Platz für Intoleranz und Hass auf Fremde oder Minderheiten. Entschieden stellen wir uns in einer Allianz der Anständigen dagegen. Und wir stellen uns solidarisch an die Seite derer, die ihre Heimat in höchster Not und aus Angst vor Gewalt, Folter und Mord verlassen mussten.“

Tsalastras und Wehling verweisen auf die vom Stadtrat schon im März gemeinsam mit Kirchen, Initiativen und vielen Vertretern unserer Bürgergesellschaft beschlossenen Oberhausener Erklärung hin: „Je mehr Oberhausenerinnen und Oberhausener sich jetzt an die Seite dieser von Krieg, Verfolgung und Tod bedrohten Menschen stellen, umso deutlicher wird unsere gemeinsame Antwort auf die weiter steigende Zahl an Flüchtlingen ausfallen: Wir in Oberhausen haben die Kraft und die Bereitschaft für ein Bündnis der Menschlichkeit.“