Esel vor der CDU

Gewaltige Säcke lasten auf den Rücken der Kommunen

Das Aktionsbündnis „Für die Würde unserer Städte“ ist in Berlin mit einem Mottowagen des Künstlers Jacques Tilly von Parteizentrale zu Parteizentrale gezogen. Dargestellt wurde auf dem Wagen ein unter der Last von Altschulden und Coronalasten einknickender Esel, der die Situation der Kommunen symbolisiert.

SPD-Fraktionsvize Sören Bartol und Apostolos Tsalastras vor der SPD-Parteizentrale.

Der Esel bei den Grünen.

Begleitet wurde der Esel von den Stadtspitzen sowie Kämmererinnen und Kämmerern der betroffenen Städte, darunter Apostolos Tsalastras als Vertreter der Stadt Oberhausen. SPD-Fraktionsvize Sören Bartol habe versprochen, die Kommunen in der Altschuldenfrage zu unterstützen, berichtet Tsalastras von der Übergabe eines „Lastensteins“ vor dem Willy-Brandt-Haus. „Das ist in Stein gemeißelt: Ein soziales Land gibt es nur mit handlungsfähigen Kommunen“, ist auf dem Stein zu lesen. In ähnlicher Form wurde dies auch vor den Zentralen der anderen Parteien überreicht.

Im Bündnis „Für die Würde unserer Städte“ haben sich 70 Kommunen zusammengeschlossen, die besonders unter der Finanzverteilung in Deutschland leiden. „Die Städte und Kreise haben in den vergangenen Jahren eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass sie mit Geld umgehen können, und aus einem Minimum an Möglichkeiten ein Maximum gemacht. Die Pandemie hat ihnen allerdings erneut vor Augen geführt, dass sie eine Krise nicht aus eigener Kraft bewältigen können, sondern auf Hilfen von Bund und Land angewiesen sind“, heißt es in der Erklärung des Aktionsbündnisses.

» Aktionsbündnis erinnert in Berlin an die Lasten der Kommunen