Durchbruch für Sanierung von Elektronik-Spezialist b+w

Beim Besuch von Apostolos Tsalastras bei der Elektronik-Firma b+w im Gewerbegebiet TZU gab es eine sehr gute Nachricht: Alle Gläubiger haben im Rahmen des 2014 eröffneten Schutzschirmverfahrens den Insolvenzplan angenommen.

Damit steht dem erfolgreichen Abschluss der Schutzschirmverfahrens nichts mehr im Wege. Da dem Sanierungsplan kein Gläubiger widersprochen hat, sind Einsprüche nicht mehr möglich.

Heinrich Walterfang, Geschäftsführer von b+w: „Ich bin zufrieden, dass trotz einiger Verzögerungen dieser gute Abschluss gefunden werden konnte, und dass alle Gläubiger hinter dem Sanierungsplan stehen. Insbesondere für meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter freue ich mich, dass b+w von jetzt an wieder optimistisch die Zukunft planen wird.“ Unterstützt wurde b+w bei der Durchführung dieses anspruchsvollen Schutzschirmverfahrens durch die renommierte Düsseldorfer Sozietät und Unternehmensberatung Buchalik Brömmekamp.

Apostolos Tsalastras kam in das Unternehmen, um sich über die geplante Neuausrichtung der Wirtschafts- und Tourismusförderung auszutauschen und sich über die Entwicklung von b+w vor Ort in schwieriger Zeit zu informieren sowie auch die Unterstützung der Stadt anzubieten. Dass sich b+w nunmehr wieder auf dem guten Weg der Gesundung und der Expansion befindet, begrüßt Tsalastras sehr. Zudem bot das Gespräch die Gelegenheit, zum Teil detaillierte Anregungen für eine noch bessere Zusammenarbeit zwischen Oberhausener Unternehmen und Stadtverwaltung auszutauschen. Insbesondere was die Schnelligkeit betrifft, stellten Heinrich und Hendrik Walterfang Oberhausen gute Noten aus.

b+w wurde 1980 als Böke & Walterfang in Oberhausen Alstaden gegründet, wechselte im Zuge einer starken Expansion den Standort 1989 nach Königshardt und 1997 in das Gewerbegebiet TZU und fertigt dort seitdem weltweit gefragte Systeme der Elektrotechnik, insbesondere für Anwendungen in der Telekommunikation und der Industrie. Mit Heinrich Walterfang stellten sein Sohn Hendrik sowie der Entwicklungsleiter Bernd Pufal die Produktion vor. Besonderen Stolz zeigten sie für ihre Hybrid-Anlage: Die speziell für den Betrieb von Mobilfunkanlagen konzipierte Kombination aus Dieselgenerator, Solaranlage und Batterie-Speicher kann einen wichtigen Beitrag zum weltweiten Energiesparen leisten: Statt 17.000 Liter Diesel jährlich zu verbrauchen, um an entlegenen Stellen der Erde ohne stabiles Stromnetz 24 Stunden am Tag Mobilfunknetze betreiben zu können, reduziert die scherzhaft „Pufi-Box“ genannte Anlage den Dieselverbrauch auf nur noch 2.000 bis 3.000 Liter. So gelingt es b+w, von Oberhausen aus in entlegenen Gegenden der Erde von Südamerika über Namibia bis Indonesien einen zukunftsfähigen Beitrag zum Klimawandel zu leisten: Reduzierung der Verbrennung fossiler Brennstoffe im Zuge der rasanten Ausbreitung moderner TK- und IT-Technologien.