150.000 Euro für den Kampf gegen Rechts

Oberhausen ist für das Bundesprogramm „Partnerschaften für Demokratie“ ausgewählt worden, teilt Apostolos Tsalastras mit. Familien- und Jugendministerin Manuela Schwesig (SPD) werde im Rahmen des fünf Jahre laufenden Programms 150.000 Euro für einen Aktions- und Initiativfonds, für Jugendaktivitäten sowie Öffentlichkeitsarbeit zur Verfügung stellen.

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„Mit diesen Mitteln werden auf Antrag Aktivitäten von Vereinen und Verbänden für Demokratie und gegen Rechtsextremismus gefördert.“ So könnten beispielsweise ein Demokratiefest, Plakataktionen sowie Lehr- und Informationsmaterialien finanziert werden. „Dies gibt uns die Möglichkeit, das breite Engagement in unserer Stadt gegen Neonazismus und Diskriminierung verstärkt zu unterstützen“, sagt Tsalastras, der die Stadt im „Oberhausener Bündnis für Demokratie und Toleranz“ vertritt.

„Darüber hinaus wird aus dem Programm eine halbe Stelle bei einem freien Träger finanziert, der entsprechende Aktivitäten koordinieren und die Akteure noch stärker vernetzen soll.“ So könne insbesondere die Kontinuität der Arbeit gegen Rechtsextremismus in Oberhausen weiter verbessert werden. Besonders begrüßt Tsalastras, dass es im Rahmen des Projektes eine Zusammenarbeit mit dem Jugendparlament geben wird. Dafür stünden Gelder in Höhe von mindestens 25.000 Euro zur Verfügung, um Aktivitäten von und für Jugendliche gegen Rechts zu unterstützen.

„Es ist besonders wichtig, dass wir Jugendliche für den aktiven Kampf gegen Intoleranz und für den Einsatz für Demokratie gewinnen. Nur so können wir den friedlichen Zusammenhalt unserer Gesellschaft dauerhaft sichern“, betont Oberhausens Kulturdezernent. In diesem Zusammenhang weist Apostolos Tsalastras darauf hin, dass Oberhausen insbesondere mit seiner Gedenkhalle schon jetzt einen herausragenden Beitrag zur Aufklärung über die Gräuel des Nationalsozialismus und zur Bekämpfung neonazistischer Tendenzen leistet. „Es ist gut, dass wir hier zukünftig noch mehr tun können, denn wir müssen gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz weiterhin gemeinsam konsequent auftreten“, erinnert er an den 1. Mai, als viele Oberhausener Bürgerinnen und Bürger gegen „Pro NRW“ demonstrierten.